Sep

9

Hilfe für Alleinerziehende

Sicherlich ist das Schlagwort Hilfe für Alleinerziehende ein häufig gegoogelter Begriff, wenn Alleinerziehende nach entsprechender Unterstützung suchen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales will sich mit Frontfrau von der Leyen jetzt auch hier besonders engagieren und bietet gleich drei Internetprojekte, die Unterstützung für Alleinerziehende bieten sollen.

Das Bundesprogramm „Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales soll dazu beitragen, die Lebens- und Arbeitsperspektiven für Alleinerziehende nachhaltig zu verbessern. In den Jahren 2011 bis 2013 werden dafür an ca. 100 Standorten in Deutschland der Auf- und Ausbau lokaler oder regionaler Netzwerke zur Unterstützung von Alleinerziehenden gefördert. Das gleiche Zielhat sich die Internetseite http://www.alleinerziehende-bmas.de/ gesetzt. Diese begrüßt einen mit den Wörtern Lebens- und Arbeitsperspektiven für Alleinerziehende verbessern. Dass das nicht immer so einfach ist, wenn es Vermittlungshemmnisse durch fehlende Kinderbetreuungsmöglichkeiten gibt, hat man schon gemertkt und dazu das Projekt Gute Arbeit für Alleinerziehende ins Leben gerufen.
In der Bundesrepublik gibt es ca. 2,6 Mio. alleinerziehende Mütter und Väter. Damit gehören Alleinerziehende statistisch zur am schnellsten wachsenden Familienform, die sich neben den traditionellen Familien längst gesellschaftlich etabliert hat. Genaue Angaben gibt es nicht, da es keine einheitliche Definition des Begriffes Alleinerziehend gibt. Jeder definiert die Familienform Alleinerziehend unterschiedlich. So zählen viele Untersuchungen alleine erziehend als Alleinerziehend, die ohne einen Partner ein Kind aufziehen, andere aber alle als Alleinerziehende definieren, die ohne den anderen leiblichen Elternteil ihre Kinder groß ziehen.
Der überwiegende Teil der Eltern, die ihr Kind alleine erziehen ist weiblich, der Anteil der alleinerziehenden Männer ist mit ca. 10 Prozent relativ gering. Alleinerziehende Männer verfügen gegenüber den Müttern, die ihr Kind alleine erziehen, durchschnittlich über ein wesentlich höheres Einkommen, weil sie überdurchschnittlig häufig in ihrem erlernten Beruf arbeiten. Alleinerziehende Mütter verfügen überdurchschnittlich häufig über ein sehr geringes Einkommen, weil sie mangels einer passenden Kinderbetreuung oft keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können.
Von der Bankkauffrau bis zur Hilfsarbeiterin: die Familienform Alleinerziehend zieht sich durch alle sozialen Schichten. Sehr oft ist eine Scheidung ursächlich für die Familiensituation Einelternfamilie. So sind 42 % der alleinerziehenden Elternteile mit Kindern unter 18 Jahren geschieden. 31 % der Elternteile waren ledig, 19 % sind verheiratet, leben aber schon länger getrennt, und 8 % sind durch den .Tod des Partners alleinerziehend geworden Immerhin fast 50 % der Alleinerziehenden bekommen vom Expartner keine oder unzureichende Unterhaltszahlungen. Für Kinder bis zum 12. Lebensjahr wird deshalb oft Unterhaltsvorschuss in Anspruch genommen. Dieser wird jedoch nur für 6 Jahre gezahlt. Sieben von Zehn der allein erziehenden Väter und Mütter betreuen nur 1 Kind, einer von vier hat 2 Kinder zu betreuen und etwas mehr als 5 % leben mit mehr als 2 Kindern alleine. Die ewig gestresste alleinerziehende Mutter aus der TV Werbung gibt es nicht, nur jede fünfte Alleinerziehende ist jünger als 30.


Leave a Reply